Probleme mit italienischen Umsatzsteuer Identifikationsnummern

Auf Grund einer Gesetzesänderung in Italien Ende Februar 2011 wurden die italienischen Utnernehmen von deren Steuerbehörden aufgefordert, sich neu als Unternehmer zu registrieren, damit die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UStID-Nr) weiterhin aktiv bleibt. UStID-Nr welche bis zum Ablauf der gesetzten Frist nicht neu registriert wurden, setzten die italienischen Behören kurzerhand auf inaktiv. Das hatte schwerwiegende Folgen für innergemeinschaftliche Lieferungen. Für die Zeit der Inaktivität der UStID-Nr gilt diese als ungültig.

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\r\n Um die UStID-Nr wieder zu aktivieren müssen sich die italienischen Unternehmer mit den Finanzbehörden in Verbindung setzen. Es ist derzeit jedoch unklar,ob bei später erfolgter Neuregistrierung die alte Nummer reaktiviert wird oder ob der italienische Unternehmer eine neue Nummer erhält.

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Warum schreiben wir hierüber?

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Ausnahmeregelung für Deutsche Unternehmer ist nicht in Sicht!
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Das hat zunächst zur Folge, dass die Voraussetzungen des Buchnachweises für die Umsatzsteuerbefreiung für innergemeinschaftliche Lieferungen nicht gegeben ist. Das deutsche Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) geht davon aus, dass die deutschen Unternehmer, die in der Zeit der Inaktivität der italienischen UStID-Nr ihrer italienischen Kunden innergemeinschaftliche Lieferungen an diese ausgeführt haben, die Umsatzsteuer auf diese Lieferungen schulden und diese nachzuerklären haben. Auch die Zusammenfassenden Meldungen seien entsprechend zu korrigieren. Nach Aussage des BZSt wird es für diese Fälle keine Ausnahmeregelung geben.

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Auch bei Sonstigen Leistungen drohen Steuernachforderungen
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Auch im Falle sonstiger Leistungen, die nach § 3a Abs. 2 UStG aus Deutscher Sicht in Italien steuerbar sind, kann es zu Problemen kommen. Abschnitt 3a.2 Abs. 9 des Umsatzsteuer-Anwendungserlasses sieht vor, dass der Nachweis der Unternehmereigenschaft und des Bezugs der leistungen zu unternehmerischen Zwecken durch die UStId-Nr erfolgt. Wird diese nicht nachgewiesn, fordert die deutsche Finanzverwaltung vermutlich auch auf diese sonstigen Leistungen deutsche Umsatzsteuer nach.

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Empfehlung
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Prüfen Sie vorab immer die Gültigkeit der italienischen UStID-Nr. Eine Aussage für die Vergangenheit bekommen Sie damit aber nicht. Sollten Sie an den italienischen Kunden früher schon Leistungen erbracht haben, kann im schlimmsten Falle immer noch eine Nachzahlung drohen, wenn dessen UStID-Nr zwischenzeitlich ungültig war.

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Kommentar
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Weil die Italiener "schlampen" müssen die deutschen Unternehmer, mit Lieferungen nach Italien jetzt mit Steuernachforderungen rechnen! Hier hört jegliches Verständnis von mir auf. Wenn die Behörden nicht bereit sind hier eine Ausnahmeregelung zu treffen, dann sollte man kurzerhand Italien als Drittland erklären…. 🙂 Dann sind die Exporte dahin auch wieder von der Umsatzsteuer befreit. Es wird damit zu rechnen sein, dass der deutsche Unternehmer diese Umsatzsteuer seinem italienischen Kunden nachträglich belasten kann. D.h. der Dumme ist der deutsche Unternehmer und der deutsche Fiskus bekommt hier ein tolles Steuergeschenk von den Italienern.